(Stutt­gart) Weil ein Ver­triebs­mit­ar­bei­ter sei­nen Dienst-Lap­top auch in sei­nem Kroa­ti­en-Urlaub aus­gie­big auf Kos­ten der Fir­ma genutzt hat­te, ver­ur­teil­te das Arbeits­ge­richt Frank­furt den Mit­ar­bei­ter zur Zah­lung von 31.000 Euro Scha­den­er­satz an das Unter­neh­men.

Dar­auf ver­weist der Stutt­gar­ter Fach­an­walt für Arbeits­recht Micha­el Henn, Prä­si­dent des VdAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf das Urteils des Arbeits­ge­richts Frank­furt am Main vom 18.06.09 — 1 Ca 1139/09.

Der Mit­ar­bei­ter eines Fit­ness­ge­rä­te­her­stel­lers hat­te den Lap­top mit nach Kroa­ti­en in den Urlaub genom­men und dort aus­gie­big im Inter­net gesurft. Was er nicht wuss­te: Die Flat­rate der Fir­ma galt aller­dings nicht in Kroa­ti­en. Als Fol­ge flat­ter­te dem Unter­neh­men eine Tele­fon­rech­nung von sage und schrei­be 48.000 € auf den Tisch, die das Unter­neh­men nach Ver­hand­lun­gen noch auf 31.000 € redu­zie­ren konn­te. Die­sen Betrag mach­te die Fir­ma bei dem Mit­ar­bei­ter gel­tend.

Zu Recht, wie das Arbeits­ge­richt Frank­furt am Main ent­schied, so Henn.

Der Arbeit­neh­mer hät­te sich vor sei­nem Urlaubs­an­tritt über etwai­ge Zusatz­kos­ten infor­mie­ren müs­sen, beton­te das Gericht. Er habe auch nicht nach­ge­wie­sen, dass die Inter­net-Nut­zung wäh­rend des Urlaubs einen dienst­li­chen Bezug gehabt hät­te. Dass die Fir­ma dem Mit­ar­bei­ter die Pri­vat­nut­zung des Com­pu­ters vor­her im Grun­de nicht ver­bo­ten hat­te, spie­le kei­ne Rol­le.

Henn emp­fahl, die­ses Urteil zur Ver­mei­dung von teu­ren Über­ra­schun­gen  zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.   

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