(Stutt­gart) In einem soeben ver­kün­de­ten Urteil hat die das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf die Kla­ge des 64-jäh­ri­gen Amts­rich­ters aus Neuss abge­wie­sen, mit der er errei­chen woll­te, dass er über die für ihn gel­ten­de Alters­gren­ze von 65 Jah­ren hin­aus bis zum Ablauf des 67. Lebens­jah­res wei­ter als Amts­rich­ter beschäf­tigt bleibt.

Dar­auf ver­weist der Stutt­gar­ter Fach­an­walt für Arbeits­recht Micha­el Henn, Prä­si­dent des VdAA — Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Stutt­gart uner Hin­weis auf das am 08.03.2010 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts (VG)  Düs­sel­dorf, Az.: 13 K 6883/09.

Zur Begrün­dung führ­te das Gericht in der münd­li­chen Urteils­be­grün­dung im Wesent­li­chen aus, dass die Fest­le­gung der Alters­gren­ze durch ein legi­ti­mes Ziel, näm­lich eine ange­mes­se­ne Alters­struk­tur und eine hin­rei­chen­de Vor­her­seh­bar­keit der Per­so­nal­pla­nung, gerecht­fer­tigt sei. Damit lie­ge auch kein Ver­stoß gegen die EU-Dis­kri­mi­nie­rungs­richt­li­ne 2000/78/EG vor. Der Klä­ger habe auch kei­nen Anspruch dar­auf, dass – wie bei Beam­ten – auf sei­nen Antrag hin die Arbeits­zeit indi­vi­du­ell ver­län­gert wer­de. Die inso­weit für Beam­te gel­ten­de Rege­lung sei für Rich­ter nicht vor­ge­se­hen. Die­se unter­schied­li­che Recht­stel­lung die­ne dem Schutz der rich­ter­li­chen Unab­hän­gig­keit, um jeden Anschein der Beein­fluss­bar­keit rich­ter­li­cher Ent­schei­dun­gen durch den Dienst­herrn zu ver­mei­den.

Gegen das Urteil ist Antrag auf Zulas­sung der Beru­fung beim Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len in Müns­ter mög­lich.

Henn emp­fahl, die­se Grund­sät­ze zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len recht­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deut­scher Arbeits­rechts­An­wäl­te e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.    

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