Besteht nach einem im Kün­di­gungs­schutz­pro­zess geschlos­se­nen Ver­gleich das Arbeits­ver­hält­nis zunächst fort, muss sich der Arbeit­neh­mer auf Ver­gü­tungs­an­sprü­che aus dem Gesichts­punkt des Annah­me­ver­zugs (§ 611 Abs. 1 BGB i.V.m. § 615 Satz 1 BGB) den wäh­rend des Ver­zugs­zeit­raums erziel­ten ander­wei­ti­gen Ver­dienst, der kau­sal durch das Frei­wer­den sei­ner Arbeits­kraft ermög­licht wor­den ist, nach § 11 Nr. 1 KSchG, § 615 Satz 2 BGB nur im Umfang der für ihn beim bis­he­ri­gen Arbeit­ge­ber maß­ge­ben­den Arbeits­zeit anrech­nen las­sen. Die Anrech­nung betrifft nicht die im Ver­zugs­zeit­raum durch zusätz­lich geleis­te­te Arbeits­stun­den erziel­te Ver­gü­tung.

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