a) Für die Wirk­sam­keit einer Ersatz­zu­stel­lung nach §§ 178 bis 181 ZPO genügt, vor­be­halt­lich dolo­sen Ver­hal­tens, nicht, dass der Adres­sat in zure­chen­ba­rer Wei­se den Rechts­schein geschaf­fen hat, unter der…

(vdaa)  a) Für die Wirk­sam­keit einer Ersatz­zu­stel­lung nach §§ 178 bis 181 ZPO genügt, vor­be­halt­lich dolo­sen Ver­hal­tens, nicht, dass der Adres­sat in zure­chen­ba­rer Wei­se den Rechts­schein geschaf­fen hat, unter der Zustell­an­schrift eine Woh­nung oder Geschäfts­räu­me zu nut­zen. Ins­be­son­de­re reicht nicht, dass er nach Auf­ga­be der Woh­nung oder der Geschäfts­räu­me ein Schild mit sei­nem Namen an dem Brief­ein­wurf belässt.

b) Der nur einem über­schau­ba­ren Per­so­nen­kreis (hier: drei Par­tei­en) zugäng­li­che Brief­schlitz in einem Mehr­par­tei­en­haus ist auch dann für eine Ersatz­zu­stel­lung gemäß § 180 Satz 1 ZPO geeig­net, wenn die Sen­dun­gen nicht in ein geschlos­se­nes Behält­nis fal­len, son­dern auf den Boden des Haus­flurs, sofern der Adres­sat sei­ne Post typi­scher­wei­se auf die­sem Weg erhält und eine ein­deu­ti­ge Zuord­nung des Ein­wurf­schlit­zes zum Emp­fän­ger mög­lich ist.

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