a) Ist ein frist­ge­bun­de­ner Schrift­satz (hier: Beru­fungs­be­grün­dung) ver­lo­ren gegan­gen, ist Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand bereits dann zu gewäh­ren, wenn die Par­tei auf der Grund­la­ge einer aus sich her­aus ver­ständ­li­chen, geschlos­se­nen Schil­de­rung der tat­säch­li­chen Abläu­fe bis zur recht­zei­ti­gen Auf­ga­be zur Post glaub­haft macht, dass der Ver­lust mit über­wie­gen­der Wahr­schein­lich­keit nicht im Ver­ant­wor­tungs­be­reich der Par­tei oder ihres Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten ein­ge­tre­ten ist.

b) Den Ver­lust des Schrift­stücks auf dem Post­weg kann die Par­tei regel­mä­ßig nicht anders glaub­haft machen als durch die Glaub­haft­ma­chung der recht­zei­ti­gen Auf­ga­be zur Post.

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