Der Anspruch auf behin­de­rungs­ge­rech­te bzw. lei­dens­ge­rech­te Beschäf­ti­gung setzt vor­aus, dass der Arbeit­neh­mer eine sol­che Beschäf­ti­gung unter Anga­be der behin­de­rungs­be­ding­ten bzw. krank­heits­be­ding­ten Beein­träch­ti­gun­gen gel­tend macht. Dies ist nicht der Fall, solan­ge der Arbeit­neh­mer sol­che Beein­träch­ti­gun­gen bestrei­tet und (ver­meint­li­che) behin­de­rungs-bzw. lei­dens­ge­rech­te Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten ledig­lich des­halb nennt, um die sozia­le Recht­fer­ti­gung einer (Änderungs-)Kündigung zu ent­kräf­ten. Der Arbeit­ge­ber macht sich daher nicht scha­dens­er­satz­pflich­tig, wenn er in einem sol­chen Fall dem Arbeit­neh­mer kei­nen der von ihm genann­ten Arbeits­plät­ze zuweist oder eine ent­spre­chen­de Ver­trags­än­de­rung anbie­tet.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.arbg.bayern.de/imperia/md/content/stmas/lag/nuernberg/entscheidungen/2018/2_sa_408_17.pdf