1. Durch die Tarif­ver­trä­ge der Leih­ar­beits­bran­che, abge­schlos­sen zwi­schen dem Bun­des­ar­beit­ge­ber­ver­band der Per­so­nal­dienst­leis­ter e.V. (BAP) und der DGB-Tarif­ge­mein­schaft, i.V.m. dem Bran­chen­zu­schlags­ta­rif­ver­trag für die Metall- und Elek­tro­in­dus­trie wird in zuläs­si­ger Wei­se vom Grund­satz des Equal Pay abge­wi­chen.
2. Die Richt­li­nie 2008/104/EG (Leih­ar­beits­richt­li­nie) ermög­licht es dem natio­na­len Gesetz­ge­ber, die Abwei­chung vom Grund­satz der glei­chen Ver­gü­tung bei Leih­ar­beit durch Tarif­ver­trag zuzu­las­sen.
3. § 8 des Arbeit­neh­mer­über­las­sungs­ge­set­zes in sei­ner aktu­el­len Fas­sung berück­sich­tigt den von der Richt­li­nie gefor­der­ten Gesamt­schutz der Leih­ar­beit­neh­mer in aus­rei­chen­dem Maße, indem das Gesetz die Tarif­ver­trags­par­tei­en auf die Ein­hal­tung jeden­falls der Lohn­un­ter­gren­ze in der Leih­ar­beit ver­pflich­tet und ihnen gleich­zei­tig eine zeit­li­che Gren­ze für eine Abwei­chung vom Equal Pay Grund­satz vor­gibt sowie einen Anreiz zur zeit­na­hen Her­an­füh­rung der Löh­ne an die­je­ni­gen der Stamm­ar­beit­neh­mer setzt. Unter Berück­sich­ti­gung der auch den Tarif­ver­trä­gen in der Leih­ar­beits­bran­che zukom­men­den Rich­tig­keits­ver­mu­tung sind nähe­re Vor­ga­ben hin­sicht­lich der Ent­gelt­hö­he nicht gebo­ten.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/lexsoft/default/hessenrecht_lareda.html#docid:8035619