1. Der Bewer­bungs­ver­fah­rens­an­spruch nach Art. 33 Abs. 2 GG kann auch gegen­über einem ein­ge­tra­ge­nen Ver­ein bestehen, wenn die­ser der Staats­or­ga­ni­sa­ti­on zuzu­ord­nen ist.

2. Das ist beim Spit­zen­ver­band der gewerb­li­chen Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten und der Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger der öffent­li­chen Hand der Fall, weil die­ser ein Zusam­men­schluss von juris­ti­schen Per­so­nen des öffent­li­chen Rechts ist. Dar­über hin­aus nimmt er sat­zungs­ge­mäß öffent­li­che Auf­ga­ben wahr. Inso­fern ist es aus­rei­chend, wenn der Zweck im Wesent­li­chen dar­in besteht, die Mit­glie­der bei der Erfül­lung ihrer (öffent­li­chen) Auf­ga­ben zu unter­stüt­zen und deren Zwe­cke zu för­dern.

3. Dem ent­spre­chend besteht ein schutz­wür­di­ges Inter­es­se der Öffent­lich­keit und der Bewer­ber dar­an, dass eine Stel­le nach dem Grund­satz der Bes­ten­aus­le­se ver­ge­ben wird, wenn die auf der zu beset­zen­den Stel­le aus­zu­üben­den Arbeits­auf­ga­ben zur Erfül­lung der öffent­li­chen Auf­ga­ben bei­tra­gen, sei es auch nur durch unter­stüt­zen­de, koor­di­nie­ren­de oder vor­be­rei­ten­de Tätig­kei­ten.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&GerichtAuswahl=Arbeitsgerichte&Art=en&Datum=2018&Seite=0&nr=25859&pos=4&anz=42