1. Der Erlass eines Urteils nach Akten­la­ge ist unzu­läs­sig, wenn der münd­li­chen Ver­hand­lung, in der die klä­ge­ri­sche Par­tei säu­mig war, ledig­lich ein Güte­ter­min vor­aus­ge­gan­gen ist, in dem kei­ne Sach­an­trä­ge gestellt wur­den.
2. In einer unzu­läs­si­gen Ent­schei­dung nach Lage der Akten liegt kein Ver­fah­rens­man­gel, der nicht in zwei­ter Instanz zu behe­ben wäre, so dass eine Zurück­ver­wei­sung an das Arbeits­ge­richt nicht in Betracht kommt (ent­ge­gen LAG Hamm, Urteil vom 20.07.2011 – 2 Sa 422/11).
3. Ein­zel­fall­ent­schei­dung zum Zurück­be­hal­tungs­recht an der Arbeits­leis­tung (im vor­lie­gen­den Fall ver­neint).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.justiz.nrw.de/nrwe/arbgs/koeln/lag_koeln/j2018/4_Sa_1024_16_Urteil_20180410.html