1. § 1 Nr. 2 des Tarif­ver­trags über logis­ti­sche Dienst­leis­tung und Leih­ar­beit ist dahin aus­zu­le­gen, dass die Rege­lun­gen in § 2 bis § 3 des Tarif­ver­trags über logis­ti­sche Dienst­leis­tung und Leih­ar­beit nur für Arbeit­neh­mer gel­ten, deren Arbeits­ver­hält­nis ab dem 01.11.2012 begon­nen hat.

2. Für einen Leih­ar­beit­neh­mer, der bei der­je­ni­gen Fir­ma ein­ge­setzt wird, für deren eige­ne Arbeit­neh­mer der Tarif­ver­trag über logis­ti­sche Dienst­leis­tung und Leih­ar­beit zur Anwen­dung kommt, bedeu­tet dies, dass die Rege­lun­gen in § 2 bis § 3 die­ses Tarif­ver­trags für die Berech­nung des “equal pay” dann nicht zur Anwen­dung kom­men, wenn der Ein­satz bereits vor dem 01.11.2012 begon­nen hat.

3. Erstrebt ein Leih­ar­beit­neh­mer, der ver­trags­ge­mäß in Voll­zeit mit einer bestimm­ten Wochen­stun­den­zahl ein­ge­setzt wur­de, als “equal pay” eine Ver­gü­tung, die bei dem Ent­lei­her für die dort für Voll­zeit­ar­beit­neh­mer gel­ten­de höhe­re Wochen­stun­den­zahl bezahlt wür­de, müs­sen hin­sicht­lich der Dif­fe­renz­stun­den die Vor­aus­set­zun­gen eines Anspruchs auf Ver­gü­tung bei Annah­me­ver­zug oder eines sons­ti­gen Anspruchs auf “Ent­gelt ohne Arbeit” vor­lie­gen.