, Beschluss vom 04.12.2018

1. Die für Kün­di­gungs­schutz­an­trä­ge in Ansatz zu brin­gen­den Wer­te sind bei glei­chem Been­di­gungs­zeit­punkt auf­ein­an­der anzu­rech­nen. Auf­grund wirt­schaft­li­cher Iden­ti­tät ist es gebo­ten, von einer Addi­ti­on abzu­se­hen. Die Kün­di­gungs­schutz­an­trä­ge ver­fol­gen wirt­schaft­lich das glei­che Ziel, näm­lich den Fort­be­stand des Arbeits­ver­hält­nis­ses über einen bestimm­ten Zeit­punkt hin­aus (so auch Streit­wert­kom­mis­si­on Nr. 21.2 — Meh­re­re Kün­di­gun­gen ohne Ver­än­de­rung des Been­di­gungs­zeit­punk­tes).

2. Dabei war es ohne Belang, dass die Kün­di­gun­gen nicht von dem­sel­ben Arbeit­ge­ber, son­dern von ver­schie­de­nen poten­ti­el­len Arbeit­ge­bern aus­ge­spro­chen wur­den. Der Klä­ge­rin ging es nicht dar­um, den Bestand meh­re­re Arbeits­ver­hält­nis­se zu sichern. Im Fal­le eines Betriebs­über­gangs wäre es um das­sel­be Arbeits­ver­hält­nis gegan­gen (vgl. LAG Ber­lin 15. Mai 2001 — 17 Ta (Kost) 6172/01; so auch Streit­wert­kom­mis­si­on Nr. 13 — Betriebs­über­gang).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/hz1/bs/10/page/sammlung.psml?doc.hl=1&doc.id=JURE190000110&documentnumber=5&numberofresults=1108&doctyp=juris-r&showdoccase=1&doc.part=K&paramfromHL=true#focuspoint