Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg hat die frist­lo­se Kün­di­gung eines Bus­fah­rers der Ber­li­ner Ver­kehrs­be­trie­be (BVG) für wirk­sam gehal­ten. Nach den Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts hat der auf einer für Tou­ris­ten wich­ti­gen Bus­li­nie ein­ge­setz­te Bus­fah­rer von aus­wär­ti­gen Fahr­gäs­ten Geld entgegen¬genommen, aber kei­ne Fahr­schei­ne aus­ge­druckt. Dies recht­fer­ti­ge eine frist­lo­se Kün­di­gung ohne vor­he­ri­ge Abmah­nung.

Ein Kun­de der BVG hat­te sich beschwert, der Bus­fah­rer habe den Fahr­preis ver­ein­nahmt, aber kein Ticket aus­ge­druckt, son­dern erklärt „You don’t need a ticket“. Die BVG ver­an­lass­te dar­auf­hin eine Son­der­prü­fung. Ein Prü­fer der BVG beob­ach­te­te und bestä­tig­te als Zeu­ge, dass der Bus­fah­rer inner­halb kur­zer Zeit Geld für ins­ge­samt vier Tickets von aus­wär­ti­gen Fahr­gäs­ten ent­ge­gen­nahm, aber kei­ne Tickets aus­druck­te und die Kun­den durch­wink­te. Der Ein­wand des Bus­fah­rers, er habe allen zah­len­den Fahr­gäs­ten ein Ticket aus­ge­hän­digt, bestä­tig­te sich nach gericht­li­cher Ein­sicht­nah­me in die Video­auf­zeich­nun­gen aus dem Bus nicht.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Revi­si­on zum Bun­des­ar­beits­ge­richt nicht zuge­las­sen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.berlin.de/gerichte/arbeitsgericht/presse/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung.731700.php