, Beschluss vom 09.05.2019

1. Nach den für die Bestim­mung des Zeit­punkts des Zugangs einer Wil­lens­er­klä­rung unter Abwe­sen­den maß­geb­li­chen gewöhn­li­chen Ver­hält­nis­sen und den Gepflo­gen­hei­ten des Ver­kehrs kann mit einer Kennt­nis­nah­me von Schrift­stü­cken, die in den Haus­brief­kas­ten des Arbeit­neh­mers bis 17:00 Uhr ein­ge­wor­fen wer­den, am sel­ben Tag gerech­net wer­den.

2. Die Ver­hält­nis­se der Post­zu­stel­lung in einem klei­nen elsäs­si­schen Dorf mit weni­ger als 2000 Ein­woh­nern sind nicht maß­geb­lich.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&GerichtAuswahl=Arbeitsgerichte&Art=en&Datum=2018–12&nr=27741&pos=1&anz=4