Nach gefes­tig­ter Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts, der die Beru­fungs­kam­mer folgt, stellt ein Nacht­ar­beits­zu­schlag iHv. 25 % auf den jewei­li­gen Brut­to­stun­den­lohn bzw. die Gewäh­rung einer ent­spre­chen­den Anzahl von bezahl­ten frei­en Tagen regel­mä­ßig einen ange­mes­se­nen Aus­gleich für geleis­te­te Nacht­ar­beit iSv. § 6 Abs. 5 ArbZG dar. Die Höhe des Zuschlags auf den Brut­to­lohn für geleis­te­te Nacht­ar­beit oder die Anzahl bezahl­ter frei­er Tage kann sich erhö­hen, wenn die Belas­tung durch die Nacht­ar­beit unter qua­li­ta­ti­ven (Art der Tätig­keit) oder quan­ti­ta­ti­ven (Umfang der Nacht­ar­beit) Aspek­ten die nor­ma­ler­wei­se mit der Nacht­ar­beit ver­bun­de­ne Belas­tung über­steigt. Dies ist regel­mä­ßig der Fall, wenn ein Arbeit­neh­mer nach sei­nem Arbeits­ver­trag bzw. nach ent­spre­chen­der Aus­übung des Direk­ti­ons­rechts durch den Arbeit­ge­ber dau­er­haft in Nacht­ar­beit tätig wird („Dau­er­nacht­ar­beit“). Bei der Erbrin­gung der regu­lä­ren Arbeits­leis­tung in Dau­er­nacht­ar­beit ist des­halb regel­mä­ßig ein Nacht­ar­beits­zu­schlag iHv. 30 % auf den Brut­to­stun­den­lohn bzw. die Gewäh­rung einer ent­spre­chen­den Anzahl frei­er Tage als ange­mes­sen anzu­se­hen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://www.landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/12kz/page/bsrlpprod.psml?doc.hl=1&doc.id=JURE180010740&documentnumber=1&numberofresults=4674&doctyp=juris-r&showdoccase=1&doc.part=L&paramfromHL=true#focuspoint