Eine sach­grund­lo­se Befris­tung nach § 14 Abs. 2 S. 1 TzB­fG kann nach § 14 Abs. 2 S. 2 TzB­fG auch dann unwirk­sam sein, wenn zwi­schen einer Vor­be­schäf­ti­gung und dem Beginn des neu­en Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­ses ein Zeit­raum von mehr als drei Jah­ren liegt (BVerfG, 06.06.2018, 1 BvL 7/14 und 1 BrR 1375/14). Liegt zwi­schen den Befris­tun­gen ein Zeit­raum von fünf Jah­ren, ist kei­ne “sehr lan­ge” zurück­lie­gen­de Vor­be­schäf­ti­gung im Sin­ne der Recht­spre­chung des BVerfG gege­ben. Ein Ver­trau­ens­schutz auf die geän­der­te Recht­spre­chung des BAG zur zeit­li­chen Begren­zung des Vor­be­schäf­ti­gungs­ver­bots auf drei Jah­re besteht nicht, weil es zum Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses mit dem Klä­ger kei­ne lang­jäh­ri­ge und gesi­cher­te Recht­spre­chung in die­sem Sin­ne gab.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.justiz.nrw.de/nrwe/arbgs/duesseldorf/lag_duesseldorf/j2018/NRWE_LAG_D_sseldorf_7_Sa_792_17_Urteil_20181010.html