1. Auf­grund des Über­ein­kom­mens vom 10. Mai 1973 über die Errich­tung eines Euro­päi­schen Labo­ra­to­ri­ums für Mole­ku­lar­bio­lo­gie und der Sitz­staat­ver­ein­ba­rung zwi­schen die­sem und der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land vom 10. Dezem­ber 1974 iVm dem Gesetz zu der Sitz­staat­ver­ein­ba­rung vom 3. Juli 1975 genießt das Labo­ra­to­ri­um grund­sätz­lich Immu­ni­tät von der Gerichts­bar­keit und Voll­stre­ckung iSv von § 20 Abs. 2 GVG.

2. Das gilt nach Art 2, 6, 27 der Sitz­staat­ver­ein­ba­rung im Beson­de­ren für Strei­tig­kei­ten zwi­schen dem Labo­ra­to­ri­um und sei­nen Bediens­te­ten in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, für die eine “zufrie­den­stel­len­de Rege­lung” getrof­fen ist. Die Per­so­nal­ord­nung iVm den Per­so­nal­sta­tu­ten des Labo­ra­to­ri­ums ent­hält eine “zufrie­den­stel­len­de Rege­lung”. Danach ist gegen die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung des Gene­ral­di­rek­tors die Anru­fung des Ver­wal­tungs­ge­richts der inter­na­tio­na­len Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on (ILOAT) mög­lich.

3. Das Ver­fah­ren genügt den Anfor­de­run­gen der Sitz­staat­ver­ein­ba­rung und den rechts­staat­li­chen Min­dest­an­for­de­run­gen des Grund­ge­set­zes mit der Fol­ge, dass die vor den deut­schen Arbeits­ge­rich­ten erho­be­ne Zeug­nis­kla­ge unzu­läs­sig ist.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&GerichtAuswahl=Arbeitsgerichte&Art=en&Datum=2018&nr=23980&pos=5&anz=8