1. Auch all­ge­mein gehal­te­ne Aus­gleichs­klau­seln kön­nen grund­sätz­lich strei­ti­ge oder unge­wis­se Ansprü­che klä­ren und inso­weit bei der Wert­fest­set­zung zu einem Mehr­wert des Ver­gleichs füh­ren. In die­sem Fall bedarf es aller­dings für die Wert­fest­set­zung stets der Dar­le­gung des Rechts­ver­hält­nis­ses und der kon­kre­ten Umstän­de, aus denen sich ergibt, dass dar­über zwi­schen den Par­tei­en zuvor Streit oder Unge­wiss­heit bestan­den hat.

2. Der Höhe nach ist bei Bemes­sung des Mehr­werts einer Aus­gleichs­klau­sel, die unbe­zif­fer­te For­de­run­gen auf Ersatz gegen­wär­ti­gen und/oder künf­ti­gen Scha­dens aus­schließt, auf die Wahr­schein­lich­keit des Scha­dens­ein­tritts, die Höhe des (auch künf­ti­gen) Scha­dens, sowie das Risi­ko der tat­säch­li­chen Inan­spruch­nah­me abzu­stel­len (eben­so Streit­wert­ka­ta­log idF v. 09.02.2018, Ziff. I.25.1.6). Zu berück­sich­ti­gen sind fer­ner die Grund­sät­ze des inner­be­trieb­li­chen Scha­dens­aus­gleichs. Danach kommt bei ledig­lich fahr­läs­si­gem Han­deln regel­mä­ßig nur eine antei­li­ge Haf­tung für den Scha­den in Betracht.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.justiz.nrw.de/nrwe/arbgs/duesseldorf/lag_duesseldorf/j2018/NRWE_LAG_D_sseldorf_4_Ta_341_18_Beschluss_20181004.html