1. Ver­langt der Arbeit­ge­ber von sei­nen Arbeit­neh­mern zu Beginn des Kalen­der­jah­res die Anga­be ihrer Urlaubs­wün­sche und trägt die­se in einen Urlaubs­plan ein, wird von ihm ver­langt wer­den müs­sen, dass er in ange­mes­se­ner Zeit dem Urlaubs­wunsch des Arbeit­neh­mers wider­spricht, wenn er nicht beab­sich­tigt, dem Arbeit­neh­mer den Urlaub im geplan­ten Zeit­raum zu gewäh­ren. Erfolgt die­ser Wider­spruch nicht inner­halb einer ange­mes­se­nen Zeit­span­ne, so darf der Arbeit­neh­mer davon aus­ge­hen, dass sein Urlaub ent­spre­chend sei­nem Urlaubs­wunsch als gewährt gilt. Als ange­mes­se­ne Zeit­span­ne ist in der Regel ein Zeit­raum von einem Monat nach Vor­la­ge des Urlaubs­wunschs oder Erstel­lung des Urlaubs­pla­nes anzu­se­hen.
2. Eine Rege­lung in einer ein­sei­ti­gen Anwei­sung des Arbeit­ge­bers, dass der Arbeit­neh­mer den in den Urlaubs­plan ein­ge­tra­ge­nen Urlaub eine Woche vor dem geplan­ten Ter­min zur Geneh­mi­gung bean­tra­gen muss, ist eine all­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gung, die mit dem Grund­ge­dan­ken nach § 7 Abs. 1 Satz 1 BUr­lG, dass der Arbeit­ge­ber die Urlaubs­wün­sche der Arbeit­neh­mer zu berück­sich­ti­gen hat, nicht zu ver­ein­ba­ren und daher nach § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirk­sam ist.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.justiz.sachsen.de/lag/download/11Ca1751-17.pdf