1. Auf­grund des Gebo­tes der Chan­cen­gleich­heit der Wahl­be­wer­ber kann der Wahl­vor­stand (hier Wahl der Schwer­be­hin­der­ten­ver­tre­tung) in einem Betrieb, in dem die Wahl­be­rech­tig­ten aus­schließ­lich in Kun­den­be­trie­ben arbei­ten, ver­pflich­tet sein, den Wahl­be­wer­bern die Ein­satz­be­trie­be der Wahl­be­rech­tig­ten mit­zu­tei­len.

2. Eine sol­che Pflicht besteht jeden­falls dann, wenn ein Wahl­be­wer­ber auf­grund sei­ner betrieb­li­chen Stel­lung die Ein­satz­da­ten kennt, ein ande­rer Wahl­be­wer­ber nicht. Die Gefäl­le der Chan­cen­gleich­heit hat der Wahl­vor­stand aus­zu­glei­chen. Ein Anspruch des Wahl­be­wer­bers auf Infor­ma­ti­on über die per­sön­li­chen Kon­takt­da­ten von Wahl­be­rech­tig­ten besteht nicht.

3. Ein Ver­stoß hier­ge­gen führt nicht zur Nich­tig­keit der Wahl.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&GerichtAuswahl=Arbeitsgerichte&Art=en&Datum=2017–11&nr=23124&pos=0&anz=2