Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Pres­se­mit­tei­lung Nr. 01/18 vom 18.01.2018

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg hat einen Antrag auf Fest­stel­lung der Unwirk­sam­keit der All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung des Tarif­ver­tra­ges über das Ver­fah­ren für den Urlaub und die Zusatz­ver­sor­gung für das Maler- und Lackie­rer­hand­werk vom 23.11.2005 in der Fas­sung der Ände­rungs­ta­rif­ver­trä­ge vom 04.12.2008 und 30.06.2011 zurück­ge­wie­sen.

Die­ser Tarif­ver­trag ver­pflich­tet Unter­neh­men des Maler- und Lackie­rer­hand­werks zur Zah­lung von Bei­trä­gen an eine Sozi­al­kas­se. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les hat die­sen Tarif­ver­trag am 04.06.2012 für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt. Seit 08.09.2017 gilt die­ser Tarif­ver­trag gemäß § 3 des Zwei­ten Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren­si­che­rungs­ge­set­zes kraft Geset­zes.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat ent­schie­den, für eine gericht­li­che Fest­stel­lung über die Wirk­sam­keit der All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung feh­le das erfor­der­li­che Rechts­schutz­in­ter­es­se, weil die Rege­lun­gen unab­hän­gig von der Wirk­sam­keit der All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung jeden­falls kraft Geset­zes auf alle erfass­ten Arbeit­ge­ber Anwen­dung fän­den.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Rechts­be­schwer­de an das Bun­des­ar­beits­ge­richt nicht zuge­las­sen.
Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, 15 BVL 5011/16

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.berlin.de/gerichte/arbeitsgericht/presse/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung.668920.php