(Stuttgart)  Das Arbeits­gericht Ober­hausen musste soeben einen Fall entschei­den, wo es um die Haf­tung eines Arbeit­nehmers für 12 entwen­dete Mobil­tele­fone ging.

Darauf ver­weist der Köl­ner Fachan­walt für Arbeit­srecht Frhr. Fen­i­more von Bre­dow, Vizepräsi­dent des VDAA Ver­band deutsch­er Arbeit­srecht­sAn­wälte e. V. mit Sitz in Stuttgart, unter Hin­weis auf die Mit­teilung des Arbeits­gerichts (ArbG) Ober­hausen vom 29. Novem­ber 2011 zu seinem Urteil vom 24.11.2011 – Az.: 2 Ca 1013/11.

In dem Fall strit­ten die Parteien über die Zahlung von restlichem Gehalt aus ihrem been­de­ten Arbeitsver­hält­nis sowie über die Verpflich­tung des Arbeit­nehmers, für 12 gestoh­lene hochw­er­tige Mobil­tele­fone Schaden­er­satz in Höhe von 6040,- Euro zu leis­ten. Der Kläger, der aus­ge­bilde­ter Einzel­han­del­skauf­mann ist, war in der Zeit vom 01.03.2011 bis zum 28.05.2011 als tech­nis­ch­er Verkaufs­ber­ater mit einem Gehalt in Höhe von 1.200,- Euro brut­to bei 40 Stun­den Wochenar­beit­szeit beschäftigt. Zusät­zlich erhielt er noch Pro­vi­sio­nen. Diese beliefen sich für die Monate April und Mai 2011 auf einen Betrag in Höhe von 236,30 Euro. Der Beklagte betreibt in einem Einkauf­szen­trum im Bezirk des Arbeits­gerichts Ober­hausen einen Handy-Shop.

Am 05.05.2011 wur­den gegen 19.30 Uhr 12 hochw­er­tige Mobil­tele­fone aus dem hin­ter dem Laden­lokal befind­lichen Lager entwen­det. Diese mache nach den Angaben des Beklagten einen Wert in Höhe von 6.040,- Euro aus. Der Kläger befand sich zu diesem Zeit­punkt in einem Verkauf­s­ge­spräch. Der Beklagte zahlte wed­er den Lohn für den Monat Mai 2011 noch die Pro­vi­sio­nen. Im Wege der Widerk­lage begehrte er die Zahlung des Betrages für die entwen­de­ten Mobil­tele­fone.

Das Arbeits­gericht Ober­hausen hat durch Urteil vom 24.11.2011 den Zahlungsanträ­gen des Klägers entsprochen und die Widerk­lage abgewiesen, so von Bre­dow.

Der Beklagte durfte nicht in zuläs­siger Weise gegen die Lohnansprüche des Klägers aufrech­nen. Einen Schaden­er­satzanspruch hat es verneint, weil dem Kläger nur leicht­este Fahrläs­sigkeit anzu­las­ten sei. Im Rah­men der Grund­sätze der eingeschränk­ten Haf­tung von Arbeit­nehmern beste­ht für diesen Grad der Fahrläs­sigkeit keine Ersatzpflicht.

Das Ver­fahren vor dem Arbeits­gericht Ober­hausen ist damit abgeschlossen. Die Beru­fung zum Lan­desar­beits­gericht Düs­sel­dorf ist kraft Geset­zes zuläs­sig.

Von Bre­dow emp­fahl, dies und einen etwaigen Fort­gang zu beacht­en und bei Fra­gen zum Arbeit­srecht Recht­srat in Anspruch zu nehmen, wobei er u. a. auch auf den VDAA Ver­band deutsch­er Arbeit­srecht­sAn­wälte e. V. – www.vdaa.de – ver­wies.

 

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