1. Bei der Prü­fung, ob eine wirtschaftliche Ein­heit im Sinne der Betrieb­süber­gangsrichtlin­ie überge­gan­gen ist, ist zuerst zu prüfen, ob eine bes­timmte Ein­heit als „wirtschaftliche Ein­heit organ­isiert war“, was Sache des nationalen Gerichts ist. Erst danach schließt sich die Prü­fung an, ob die Voraus­set­zun­gen für den Über­gang ein­er solchen Ein­heit erfüllt sind (EuGH 10.12.1998 – verb Rs. C‑173/96 u. C‑247/96 – Hidal­go u.a. – Rn 28f).
2. Die wirtschaftliche Ein­heit muss vor dem Über­gang ins­beson­dere über eine aus­re­ichende funk­tionelle Autonomie bezo­gen auf die Leitung der Arbeit­nehmer­gruppe ver­fü­gen (EuGH 06.03.2014 – C‑458/12 – Ama­tori Rn. 31f).
3. Auch wenn vor­liegend mit der Stil­l­le­gung des Flug­be­triebes durch die Freis­tel­lung und Kündi­gung von über 1.300 Pilotin­nen und Piloten schon im Novem­ber 2017 begonnen wurde, wer­den aus­nahm­sweise Nachteil­sansprüche deswe­gen nicht begrün­det, da es zu dem „Ob“ der Betrieb­sstil­l­le­gung zu diesem Zeit­punkt kein­er­lei real­is­tis­che Alter­na­tive gab.

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