1. Die für Kündi­gungss­chutzanträge in Ansatz zu brin­gen­den Werte sind bei gle­ichem Beendi­gungszeit­punkt aufeinan­der anzurech­nen. Auf­grund wirtschaftlich­er Iden­tität ist es geboten, von ein­er Addi­tion abzuse­hen. Die Kündi­gungss­chutzanträge ver­fol­gen wirtschaftlich das gle­iche Ziel, näm­lich den Fortbe­stand des Arbeitsver­hält­niss­es über einen bes­timmten Zeit­punkt hin­aus (so auch Stre­itwertkom­mis­sion Nr. 21.2 — Mehrere Kündi­gun­gen ohne Verän­derung des Beendi­gungszeit­punk­tes).

2. Dabei war es ohne Belang, dass die Kündi­gun­gen nicht von dem­sel­ben Arbeit­ge­ber, son­dern von ver­schiede­nen poten­tiellen Arbeit­ge­bern aus­ge­sprochen wur­den. Der Klägerin ging es nicht darum, den Bestand mehrere Arbeitsver­hält­nisse zu sich­ern. Im Falle eines Betrieb­süber­gangs wäre es um das­selbe Arbeitsver­hält­nis gegan­gen (vgl. LAG Berlin 15. Mai 2001 — 17 Ta (Kost) 6172/01; so auch Stre­itwertkom­mis­sion Nr. 13 — Betrieb­süber­gang).

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