(Stuttgart) Das Arbeits­gericht Köln hat­te am 21.01.2010 über die außergewöhn­liche Frage zu entschei­den, ob die häu­fi­gen Toi­let­tenbe­suche eines Anwalts während der Arbeit­szeit eine Gehalt­skürzung recht­fer­ti­gen.

Darauf ver­weist der Köl­ner Fachan­walt für Arbeit­srecht Frhr. Fen­i­more von Bre­dow, Leit­er des Fachauss­chuss­es „Beson­dere Arten von Arbeitsver­hält­nis­sen” des VdAA Ver­band deutsch­er Arbeit­srecht­sAn­wälte e. V. mit Sitz in Stuttgart unter Hin­weis auf eine Mit­teilung des Arbeits­gerichts Köln vom 21.01.2010.

In dem Fall war der Kläger seit August 2008 als Recht­san­walt bei der Köl­ner Recht­san­walt­skan­zlei des Beklagten angestellt.

Durch minu­tiöse schriftliche Aufze­ich­nun­gen hat­te der beklagte Recht­san­walt, sein Arbeit­ge­ber,  fest­stellen lassen, dass sein Angestell­ter im Zeitraum vom 08.05. bis 26.05.2009 ins­ge­samt 384 Minuten auf der Toi­lette ver­bracht hat­te. Der Beklagte rech­nete daraufhin die Toi­let­ten­zeit­en auf die Dauer des Arbeitsver­hält­niss­es hoch und kam zu dem Ergeb­nis, dass sein Angestell­ter bis Mai 2009 zusät­zlich zu den üblichen Pausen- und Toi­let­ten­zeit­en ins­ge­samt 90 Stun­den auf der Toi­lette ver­bracht hat­te. Hier­für zog er dem Kläger 682,40 Euro vom Net­to­ge­halt ab.

Hierge­gen set­ze sich der Kläger nun mit Erfolg zur Wehr, betont von Bre­dow.

Das Arbeits­gericht Köln fol­gte der Begrün­dung des Klägers für seine lan­gen Aufen­thalte auf der Toi­lette, näm­lich, dass er in dem vor­ge­nan­nten Zeitraum an Ver­dau­ungsstörun­gen gelit­ten habe. Nach­dem der Kläger nun auch am 30.06.2009 aus dem Arbeitsver­hält­nis aus­geschieden war, entsch­ied das Arbeits­gericht Köln zugun­sten des Klägers und verurteilte den Beklagten zur Nachzahlung des abge­zo­ge­nen Betrages.

Von Bre­dow emp­fahl, das Urteil zu beacht­en und bei aufk­om­menden Fra­gen dazu Recht­srat in Anspruch zu nehmen, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deutsch­er Arbeit­srecht­sAn­wälte e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.

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