(Stuttgart) Weil er der Lan­desapothek­erkam­mer keinen Aus­bil­dungsver­trag für seine Auszu­bildende zur Genehmi­gung vorgelegt hat, hat das Ver­wal­tungs­gericht Mainz (Beruf­s­gericht für Heil­berufe) einem Apothek­er wegen Ver­let­zung sein­er Beruf­spflicht­en einen Ver­weis erteilt und ihm eine Geld­buße in Höhe von 7.000,– € aufer­legt.

Darauf ver­weist der Kiel­er Fachan­walt für Arbeit­srecht Jens Klar­mann, Vizepräsi­dent des VdAA  — Ver­band deutsch­er Arbeit­srecht­sAn­wälte e. V. mit Sitz in Stuttgart unter Hin­weis auf das am 05.11.2009 veröf­fentlichte Urteil des Ver­wal­tungs­gerichts (Ver­wG) Mainz, Az.: BG‑H 3/09.MZ.

Der Apothek­er beschäftigte in sein­er Apotheke eine junge Frau im Rah­men ihrer Aus­bil­dung zur Phar­mazeutisch-kaufmän­nis­chen Angestell­ten (PKA). Etwa neun Monate nach Aus­bil­dungs­be­ginn wurde der Lan­desapothek­erkam­mer das Aus­bil­dungsver­hält­nis bekan­nt. Ihrer Auf­forderung, ihr den Aus­bil­dungsver­trag zur Genehmi­gung vorzule­gen, kam der Apothek­er nicht nach.

Der Apothek­er habe schuld­haft seine Beruf­spflicht­en ver­let­zt, urteil­ten die Richter in dem auf Antrag der Lan­desapothek­erkam­mer ein­geleit­eten beruf­s­gerichtlichen Ver­fahren, so Klar­mann.

Der Apothek­er habe pflichtwidrig gehan­delt, indem er nicht vor Beginn der Beruf­saus­bil­dung, ja noch nicht ein­mal bis zum Ende des Beschäf­ti­gungsver­hält­niss­es den wesentlichen Inhalt des Aus­bil­dungsver­trages schriftlich niedergelegt und eine Aus­fer­ti­gung des Ver­trages der Auszu­bilden­den über­lassen habe. Außer­dem habe er nicht die Ein­tra­gung des Beruf­saus­bil­dungsver­hält­niss­es in das entsprechende Verze­ich­nis bei der Lan­desapothek­erkam­mer beantragt. Durch seine gravieren­den Ver­säum­nisse bei der Aus­bil­dung habe der Apothek­er das Anse­hen seines Beruf­s­standes beschädigt und das Ver­trauen ver­let­zt, das Ange­höri­gen seines Beruf­s­standes ent­ge­genge­bracht werde. Da ihn die Lan­desapothek­erkam­mer vor weni­gen Jahren schon ein­mal angemah­nt habe, weil er damals einen Aus­bil­dungsver­trag erst rück­wirk­end vorgelegt habe, sei zur Ahn­dung seines jet­zi­gen Pflicht­en­ver­stoßes neben einem Ver­weis die ver­hängte Geld­buße erforder­lich.

Klar­mann emp­fahl, dieses Urteil  zu beacht­en und in Zweifels­fällen rechtlichen Rat einzu­holen, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deutsch­er Arbeit­srecht­sAn­wälte e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.    

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