(Stuttgart) Das Lan­desar­beits­gericht Köln hat in einem jet­zt veröf­fentlicht­en Urteil die frist­lose Kündi­gung eines Met­zger­meis­ters durch eine Super­markt-Kette für wirk­sam erk­lärt, der indus­triev­er­pack­tes Grill­fleisch einen Tag vor Ablauf des Min­desthalt­barkeits­da­tums in Pack­un­gen des Super­mark­ts umver­packt und mit einem neuen, um drei Tage ver­längerten Min­desthalt­barkeits­da­tum verse­hen hat­te.

Darauf ver­weist der Köl­ner Fachan­walt für Arbeit­srecht Frhr. Fen­i­more von Bre­dow, Leit­er des Fachauss­chuss­es „Beson­dere Arten von Arbeitsver­hält­nis­sen” des VdAA Ver­band deutsch­er Arbeit­srecht­sAn­wälte e. V. mit Sitz in Stuttgart, unter Hin­weis auf die am 06.05.2009 bekan­nt gegebene Entschei­dung des Lan­desar­beits­gerichts Köln (LAG) vom 19.01.2009, Az. 5 Sa 1323/08.

Durch sein Ver­hal­ten habe er die Kun­den getäuscht und sich gem. § 11 Abs. 1 und § 59 Abs. 1 Nr.7 LFGB (Lebensmittel‑, Bedarf­s­ge­gen­stände- und Fut­ter­mit­telge­set­zbuch) straf­bar gemacht. Das LAG Köln  hielt daher die Kündi­gung auch bei Berück­sich­ti­gung der lan­gen Beschäf­ti­gungs­dauer von 27 Jahren für wirk­sam, betont von Bre­dow. Denn der Met­zger­meis­ter, der sich schon nach ein­er früheren, aus ähn­lichem Anlass aus­ge­sproch­enen und später zurückgenomme­nen Kündi­gung verpflichtet hat­te, seine Tätigkeit nach den geset­zlichen und betrieblichen Vorschriften zu ver­richt­en, hat­te vor Gericht selb­st erk­lärt, ähn­liche Umetiket­tierun­gen fast wöchentlich vorgenom­men zu haben. Damit — so das Gericht — müsse davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass dem Met­zger­meis­ter jedes Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl für die Gesund­heit der Kun­den fehle. Für den Arbeit­ge­ber bedeute das die Gefahr mas­siv­en Ruf­schadens.

Von Bre­dow emp­fahl, bei aufk­om­menden Fra­gen dazu Recht­srat in Anspruch zu nehmen, wobei er u. a. auch auf den VdAA Ver­band deutsch­er Arbeit­srecht­sAn­wälte e. V. — www.vdaa.de — ver­wies.

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