(Stuttgart) Nach einem Urteil des Arbeits­gerichts Duis­burg vom 19.02.2009 verkürzt ein Prak­tikum vor Beginn der Beruf­saus­bil­dung die Probezeit nicht. (Az.: 1 Ca 3082/08)

Darauf ver­weist der Stuttgarter Fachan­walt für Arbeit­srecht Michael Henn, Präsi­dent des VdAA — Ver­band deutsch­er Arbeit­srecht­sAn­wälte e. V. mit Sitz in Stuttgart unter Hin­weis auf das soeben veröf­fentlichte Urteil.

Das Gericht habe damit die Kündi­gungss­chutzk­lage eines Auszu­bilden­den abgewiesen, der inner­halb der vier­monati­gen Probezeit gekündigt wurde. Der Auszu­bildende berief sich darauf, die Zeit­en seines der Aus­bil­dung vorge­lagerten Prak­tikums seien auf die Probezeit anzurech­nen mit der Folge, dass die Probezeit zum Zeit­punkt der Kündi­gung abge­laufen wäre. Die Klage wurde mit der Begrün­dung abgewiesen, dass ein Prak­tikum einen anderen Inhalt als ein Aus­bil­dungsver­hält­nis hätte. Die gegen­seit­i­gen Pflicht­en eines Aus­bil­dungsver­hält­niss­es bestün­den im Prak­tikum noch nicht.

Henn emp­fahl, dieses Urteil  zu beacht­en und in Zweifels­fällen rechtlichen Rat einzu­holen, wobei er u. a. dazu auch auf den VdAA Ver­band deutsch­er Arbeit­srecht­sAn­wälte e. V. — www.vdaa.de — verwies. 

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