1. Geht der Inhalt ein­er Regelung im Ver­gle­ich über ein­fache Abwick­lungs­maß­nah­men nicht hin­aus, entste­ht insoweit kein Ver­gle­ichsmehrw­ert.

2. Das kann auch für eine Vere­in­barung über die Erstel­lung eines Zeug­niss­es gel­ten. Geht — auch bei ver­hal­tens­be­d­ingten Kündi­gun­gen — die Regelung über die Ver­wen­dung des Begriffs „wohlwol­lend“ nicht hin­aus, wird ins­beson­dere keine son­stiger Inhalt (z.B. eine gute Note) fest­gelegt, recht­fer­tigt ein solch­er Ver­gle­ichsin­halt in der Regel nicht die Annahme eines Ver­gle­ichsmehrw­erts.

3. Die For­mulierung “wohlwol­lend” ist immer vor dem Hin­ter­grund der konkreten Vor­würfe zu ver­ste­hen. Ein voll­streck­bar­er Zeug­nis­in­halt ergibt sich aus der For­mulierung zudem nicht. Daher kann auch ein Tit­ulierungsin­ter­esse keinen Ver­gle­ichsmehrw­ert recht­fer­ti­gen (vgl. auch LAG Köln 22. Okto­ber 2007 — 2 Ta 279/07).

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